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Kontakt

Univ.-Prof. Dr.

Matthias Frentzen

Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde der
Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität

Raum: 131/132, 1.Etage

Tel.: 0228/287-22470

Mail: frentzen(at)uni-bonn.de

 
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Aufgaben des Forschungsverbundes

Mit der Entwicklung eines Pikosekunden-Lasertherapiesystems für die Zahnheilkunde soll den veränderten Bedingungen, insbesondere im Rahmen der Diagnostik und Therapie von Karies und Parodontitis, Rechnung getragen werden. Als Beispiel seien hier die Zahnhartgewebserkrankungen angeführt: Entsprechend der Ergebnisse der jüngsten Mundgesundheitsstudie des IDZ ist die klassische Karies zwar rückläufig, die so genannte versteckte Karies („Hidden Caries“), die sich durch ihr klinisches Erscheinungsbild ohne klinisch erkennbare Kavitätenbildung auszeichnet, stellt jedoch ein immer größeres Problem dar. Das klassische Vorgehen bei dieser kariösen Variante (Kavitätenpräparation mit rotierenden Instrumenten und die Füllung des Defektes mit geeigneten Restaurationsmaterialien) ist aus heutiger Sicht nicht mehr indiziert. Minimalinvasive Therapieformen verbunden mit diagnostischen Rückkopplungssystemen sind hier gefordert. Voraussetzung hierfür sind jedoch adaptierte Detektions- und Therapieverfahren, die erst in jüngster Zeit aufgrund der technologischen Entwicklung für eine medizinische Anwendung verfügbar sind.

 

Abbildung 2

 

Modell der Kariesdiagnose und –therapie mit dem MiLaDi-System auf USPL-Basis*. Im ersten Schritt erfolgt mit dem Lasertherapie-System (a) die Detektion der behandlungswürdigen kariösen Defekte, die unterhalb der meist noch intakten Schmelzoberfläche liegen (b) mit Hilfe der Laserfluoreszenztechnik (c). Für die rot bzw. gelb markierten Areale wird eine adäquate minimal-invasive Präparationsform berechnet (d) und mit Hilfe entsprechender Scannertechnologie präpariert (e). (Quelle: BmBF-Verbundprojekt „MiLaDi“) *USPL= Ultra-short pulse laser


Durch die prognostizierte Schmerzarmut dieser neuen Technologien kann zudem die Patientenakzeptanz zahnärztlicher Therapiemaßnahmen erheblich verbessert werden, was längerfristig im Rahmen einer präventiven Betreuung auch zu Kostensenkungen führen kann.

Das Lasertherapiesystem auf Basis der Pikosekunden-Lasertechnologie soll es später dem Anwender ermöglichen 

  • minimalinvasiv Zahnhartsubstanz (Schmelz und Dentin) und mineralisierte Auflagerungen (Zahnstein bzw. Konkremente) schmerzfrei abzutragen, einschließlich einer objektiven Analyse des entfernten Materials,
  • eine das umgebende Gewebe schonende Bearbeitung von Knochen, z.B. im Rahmen knochenchirurgischer Maßnahmen sowie in der Implantologie durchzuführen,
  • chirurgische Maßnahmen an gesunden und erkrankten oralen  Weichgeweben, einschließlich der Analyse des abzutragenden Materials vorzunehmen,
  • ein Biofilmmanagement der oralen Plaque-assoziierten Erkrankungen in den Bereichen der Kariologie, Endodontie und Parodontologie vorzunehmen.


Neben der biologischen Überprüfung der Lasereffekte im Rahmen der Grundlagenforschung sollen verfügbare industrielle Systeme zu zahnmedizinischen Applikationssystemen weiterentwickelt werden, die dann tierexperimentell überprüft werden, bevor ein prototypennahes System für die in situ-/ in vivo-Testung am Patienten realisiert wird.

 

 

 

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